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Sara und Daniel

Von:  Marc Leyendecker / Veröffentlicht am: Jul 21, 2016 / Tags: #photo

Menschen vor der Kamera sind für mich immer etwas besonderes. Sie sind dynamischer und in Kombination mit einem Tier deutlich facettenreicher als das die Landschafts- oder Architekturfotografie bieten kann. Deshalb freuen mich die fertigen Bilder von Sara und Daniel sehr - sie sind nicht nur fotografisch so geworden, wie ich wollte, sie sind auch für die beiden eine wertvolle Erinnerung. Danke ihr zwei, war ein super schönes Shooting!

Sara und Daniel

Sara und Daniel

Sara und Daniel

Sara und Daniel

Sara und Daniel

Sara und Daniel

Sara und Daniel

Sommerfrische

Von:  Marc Leyendecker / Veröffentlicht am: Jul 2, 2016 / Tags: #photo

Eine Woche sommerlich-urbane Bouillabaisse in der Hauptstadt mit Freunden und Arbeit als dankbar angenommene Einlage. So in etwa gestaltete sich meine letzte Woche in Berlin. Vielen Dank an meine Herbergsmutter mit den rosa Haaren und einfach alles. Der Blog hier verkommt gerade zu einer „Marc sagt Danke“-Plattform, aber was sein muss, muss sein.

Sommerfrische Berlin

Sommerfrische Berlin

Sommerfrische Berlin

Sommerfrische Berlin

Sommerfrische Berlin

Sommerfrische Berlin

Sommerfrische Berlin

Sommerfrische Berlin

Sommerfrische Berlin

Sommerfrische Berlin

Sommerfrische Berlin

Sommerfrische Berlin

Sommerfrische Berlin

Sommerfrische Berlin

Sommerfrische Berlin

Holz und Rauch

Von:  Marc Leyendecker / Veröffentlicht am: Jun 19, 2016 / Tags: #allgemein

Es wird Zeit für einen kurzen Bericht zu einem Dreh, allerdings zunächst noch wenig technisch. Beim Filmen geht es ja primär darum Licht zu formen und dann so in die Kamera zu bringen, dass es eine Geschichte erzählt. Ein zum Teil recht abstrakter Ablauf. Wenn so etwas abstraktes auf ein so konkretes Handwerk wie das eines Schreiners trifft, wird es interessant.

HolzUndRauch

Dieser Tage arbeitete ich also mit der Crew von dreamland films an einem Film über einen Schreiner. Wenn Toby ruft, folge ich der Einladung jeder Zeit und ich möchte mich bevor ich auch nur ein Wort mehr verliere, bei allen Beteiligten für den schönen Dreh bedanken. Es gibt Produktionen, die macht man, weil man mit ihnen Geld verdient. Es gibt Produktionen, die macht man, weil sie einen herausfordern. Bei anderen Produktionen hilft man vielleicht Kollegen und ist primär deshalb am Set, aber diese Produktion war eine von der Art, die man mitmacht, weil man schon beim Lesen des Treatments weiß, dass sie einen inspirieren wird.

HolzUndRauch

HolzUndRauch

Zu sehen wie Menschen etwas mit ihren Händen fertigen und aus groben Rohstoffen kunstvolle, physische, perfekte, reale und nutzbare Dinge herstellen ist etwas, das mich schon immer sehr fasziniert hat. Ob das nun ein Bäcker ist, der aus einem Haufen (Mehl-)Staub und Wasser ein leckeres Brot formt, ein Steinmetz, der aus einem Klumpen Stein eine kunstvolle Figur schlägt oder wie in diesem Fall ein Schreiner, der aus grob zugeschnittenem Holz nahezu alles fertigen kann. Ich weiß nicht, ob diese Faszination daher rührt, dass ich selbst so abstrakte Dinge arbeite, an Monitoren sitze, nur selten physische Produkte erzeuge. Am Ende des Tages habe ich eben keinen Baum in einen Tisch verwandelt, sondern aus dem Nichts Daten erzeugt, die Menschen konsumieren können. Das ist schon sehr abstrakt. Manchmal wird man tatsächlich noch gefragt: „Damit kann man Geld verdienen?“ und ich antworte dann selbst etwas überrascht: „Ja, verrückter Weise schon.“ Ich liebe mein Handwerk, manchmal fehlt mir aber eine physische Komponente. Das ist ein Zustand, den ich durch immer neue Experimente gut ausgleichen kann. Nähen, Modellieren, Bastelarbeiten aus Holz, Instrumente spielen oder aktuell: Aquarellmalerei. Darüber kann man lachen, aber irgendetwas handwerkliches zu tun und an einem physischen Produkt zu arbeiten entspannt mich.

HolzUndRauch

HolzUndRauch

Zurück zum Thema: ich mache aus nichts quasi nichts. Zumindest in der physischen Welt betrachtet. Damit verdiene ich mein Geld. Und dann bin ich da zu Gast in einer schönen Schreinerei und sehe, wie der Schreiner aus etwas etwas macht. Man fühlt ich da fast ein wenig klein, mit seinem Recorder und dem Mikrofon. Aber dann sagt er etwas, das mich zum Umdenken bewegt: „Ich mache das, weil es mir einfach Spaß macht.“

HolzUndRauch

Oft erlebt man, gerade in den Medien, diese „Kollegen“ die etwas auf das Handwerk herab blicken. Da wird man ja schmutzig. Da schwitzt man ja. Das kann man auch ohne Master machen. Ich sah das bis zu diesem Satz tatsächlich genau umgekehrt: wer sind wir schon, die wir aus nichts nichts machen uns über die zu stellen, die aus etwas etwas formen. Umgekehrt wäre sinnenhafter. Aber als dieser mir fremde Mann die so offensichtliche Wahrheit aussprach, wurde mir klar: eigentlich ist doch ganz egal ob man nun nichts oder etwas als Rohstoff nutzt. Es gibt nur zwei Arten, zwei Seiten von Arbeiten: die, die von Menschen gemacht werden, einfach weil sie es lieben das zu tun. Und die, die einfach getan werden, manchmal sehr lange, um dann irgendwann bitter niedergelegt zu werden, weil der Tätige mit jeder Faser darum ringt sich bloß nicht einzugestehen, wie frustriert er ist.

HolzUndRauch

Ich glaube es ist wichtig regelmäßig zu hinterfragen ob der Weg den man geht gut ist und auch wenn ich aus irgendwelchen Gründen nie daran zweifelte, fühlte ich mich durch diesen Dreh zusätzlich darin bestärkt. Gute Kollegen erkennt man am Ende daran, dass sie sich gegenseitig motivieren noch bessere Kollegen, noch kreativere Menschen zu werden.